Exkursion zur Kiefel GmbH in Freilassing

Gepostet am Feb 13, 2014 | Keine Kommentare


Am 10.12.13 brachen wir ChemCamp-Teilnehmer zu unserer ersten Exkursion zu Kiefel Technologies GmbH in Freilassing auf. Nach der freundlichen Begrüßung durch Herrn Gschwendtner, erhielten wir eine Einführung in einem Seminarraum des im Jahre 2012 neu errichteten Campusgebäude über die verschiedenen Aufgabenbereiche, die das Unternehmen Kiefel GmbH deckt.

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Kiefel ist eine Firma zur Herstellung und Konzeption von Maschinen, die der Verarbeitung von Kunststofffolien dienen. Zwar liegt ihr Hauptsitz in Freilassing, das Unternehmen betreibt jedoch weltweit vielzählige Außenstellen, wie zum Beispiel in den USA, Russland, Frankreich, China etc. und ist durch viele Vertriebspartner in über 60 Ländern vertreten. Damit gehört Kiefel zu den Weltmarktführern in der Herstellung von Maschinen zur Kunststoffverarbeitung. Beliefert werden vor allem Hersteller aus der Automobil-, Medizintechnik-, Kühlschrank und Verpackungsindustrie.

Die entwickelten und hergestellten Maschinen verarbeiten Kunststoffe auf unterschiedliche Verfahrensweisen. Beim Hochfrequenzschweißen werden 2 Kunststofffolien durch ein Magnetfeld, dass sich extrem schnell umpolt (High-Frequenz) gleichmäßig so stark erhitzt, dass sie miteinander verschmelzen. Bei der Thermoformung dagegen werden die beiden Folien durch direkten Hitzezufuhr durch die Maschine miteinander verpresst.

Nachdem wir nun mit allerhand Informationen ausgerüstet waren durften wir einen Einblick in die verschiedenen Hallen des Geländes nehmen. Praktische Vorführungen, wie das Thermoforming von Blut- und Infusionsbeuteln, das Befüllen der Beutel durch eine sich in Anfertigung befindender Maschine oder der Probelauf einer Maschine, die den Kunststoffinnenraum von Kühlschränken produziert, konnten wir aus nächster Nähe betrachten.

Fragen über Kosten, Problemstellungen oder Weiteres konnten wir mühelos Herrn Gschwendtner und den Mitarbeitern stellen, ohne dass diese sich gestört gefühlt hätten. Insgesamt herrschte eine angenehme Atmosphäre auf dem gesamten Firmengelände.

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Abschließend gab es zur leckeren Brotzeit ein kleines Nachgespräch, in dem auch der Punkt biologisch abbaubare Kunststoffe angesprochen wurde. Biokunststoffe haben auf dem internationalen Markt  noch einen sehr geringen Stellenwert und deshalb auch eine noch zu geringe Akzeptanz im Handel. Allerdings kann prognostiziert werden, dass aufgrund der steigenden Rohstoffpreise das Interesse an der Herstellung und Verwendung von Biokunststoffen steigen wird und künftig eventuell statt den Kunststofffolien aus Polypropylen, Polyvenylchlorid (PVC) oder Polyethylen, Folien aus Biokunststoffen wie Polymilchsäure in Kiefelmaschinen verarbeitet werden könnten.

Laura N. ist Schüler der Q12 des Karlsgymnasiums Bad Reichenhall

Benedikt T. ist Schüler der Q12 des Karlsgymnasiums Bad Reichenhall