Selbst gemacht ist immer besser?!

Gepostet am Nov 30, 2013 |


Zunächst führten wir Versuche zur Saugfähigkeit von Superabsorbern aus dem chemischen Fachhandel im Vergleich zu den in Windeln integrierten Superabsorbern durch. Dabei konnten wir eine hohe Absorption bei den bereitgestellten Absorbern feststellen. Dabei erreichten die „Pampers“ bessere Werte (65% absorbiertes Wasser) als die verglichenen „no-name“-Windeln (55% absorbiertes Wasser).
Nach den erfolgreichen Versuchen mit diesen Superabsorbern, machten wir uns an die Herstellung eines eigenen Absorbers. Die Edukte werden in einem Wasserbad erwärmt. Hierbei kommen Natronlauge, Acrylsäure, N,N‘-methylen-bis-acrylamid und der Radikalstarter  Ammoniumperoxodisulfat zum Einsatz.

Nach einer Daue von rund 7 Minuten war die Reaktion beendet. Sofort fiel auf, dass sich Konsistenz und Farbe sowohl von Gruppe zu Gruppe als auch zu den zur Verfügung gestellten konventionellen Absorbern unterschied. Zum Beispiel hatten einige von uns Lebensmittelfarbe vor Reaktionsbeginn hinzugegeben. Die Farbe verblasste im Laufe des Erstarrens, da auch die Farbstoffe polymerisierten und somit das System der konjugierten Doppelbindungen der Azofarbstoffe zerstört wurde. Während bei den einen die Polymerisation ruhig verlief, war bei anderen äußerste Vorsicht geboten, da bei Reaktionsstart die Polymerisation sehr heftig verlief und die ätzende Lösung — wie im Film gezeigt — spitzen konnte.

Letztendlich hatte die Zugabe von Farbstoffen auch eine Auswirkung auf die Saugfähigkeit der Absorber. Ohne Zugabe lag die Aufnahme bei über 60% und damit höher als bei den eingekauften Produkten. Die Zugabe des Farbstoffes verringerte die Aufnahme stark und lag damit nur noch bei knappen 20%.

Melanie K. ist Schüler der Q11 des Rottmayrgymnasiums Laufen und besucht u. a. die Kurse Biologie, Chemie und Latein sowie das W-Seminar „Städtische Räume“ in Geographie.

Interesse für: Musik, Naturwissenschaften, Abenteuer
Hobbies: Reisen, Querflöte/Geige spielen, singen, Freunde treffen
Wunschausbildung: Biochemikerin
Judith Z. ist Schüler der Q11 des Rottmayrgymnasiums Laufen und besucht u. a. die Kurse Bio, Chemie und Englisch sowie das W-Seminar „Die globalisierte Welt“ in Wirtschaft.

Interesse für: Kunst, Naturwissenschaften
Hobbies: zeichnen, singen, Freunde treffen
Wunschausbildung: Pathologin